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KLIWEX-MED: Klimawandel und Extremereignisse im Mediterranen Grossraum


Projektstart: 01.01.2009
Laufzeit: 3 Jahre
Projektträger: DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
Projektverantwortung vor Ort: Dr. Elke Hertig Stefanie Seubert Prof. Dr. Jucundus Jacobeit
Beteiligte WissenschaftlerInnen / Kooperationen: Institut für Geographie der Universität Würzburg - Physische Geographie (Prof. Dr. Heiko Paeth)

Zusammenfassung

Im Rahmen des Forschungsprojekts KLIWEX-MED sollen die regionalen Ausprägungen des Klimawandels anhand diverser Klimaparameter im mediterranen Großraum detailliert untersucht und die Unsicherheiten der prognostizierten Änderungen in einem probabilistischen Sinne quantifiziert werden. Dazu stehen seit neuestem Ensemblesimulationen mit verschiedenen globalen Klimamodellen und einem hoch auflösenden regionalen Klimamodell (REMO) zur Verfügung, welches neben der Emission von Treibhausgasen auch die Landnutzungsänderungen als klimarelevante Aktivität des Menschen berücksichtigt. Das Hauptaugenmerk des Forschungsvorhabens liegt auf Extremereignissen wie Starkniederschläge, Stürme, Hitzeperioden und Dürre. Die Erfassung von Extremereignissen und ihren Veränderungen in einem wärmeren Erdklima ist eine besondere Herausforderung, weil Beobachtungsdaten nur punktuelle und lückenhafte Informationen liefern und Klimamodelle häufig Defizite bei der Simulation von Extremereignissen aufweisen. Aus diesem Grunde werden verschiedene Wege beschritten, die Veränderlichkeit der Extremereignisse abzuschätzen: (1) direkt aus den globalen und regionalen Klimamodellsimulationen; (2) indirekt über statistische Transferfunktionen, die auf der Verbindung zu großskaligen Zirkulationsmustern und Wetterlagen basieren; (3) indirekt über einen Wettergenerator, der auf der Grundlage physikalischer und stochastischer Gesetzmäßigkeiten aus den Klimamodellen lokale Extremereignisse ableitet. Diese verschiedenen Ansätze sollen im Projekt im räumlichen und saisonalen Kontext verglichen werden.