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Masterstudiengang Klima- und Umweltwissenschaften


1. Hintergrund und Einordnung

Der globale Klimawandel und seine vielfältigen Konsequenzen auf unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Skalen werden als bedeutendste und folgenträchtigste Umweltproblematik des 21. Jahrhunderts eingestuft. Dieses Themenfeld steht in engstem Zusammenhang mit den meisten Teildisziplinen aus dem Bereich der Geowissenschaften und der Geographie. Vor diesem Hintergrund wird sich der neu konzipierte Masterstudiengang mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimasystems befassen, ein vertieftes Verständnis seiner Dynamik vermitteln und die Fähigkeit entfalten, künftige Entwicklungen wissenschaftlich fundiert beurteilen zu können. Darin eingeschlossen sind die Folgen des globalen Klimawandels auf verschiedene Umweltbereiche (z.B. Wasserhaushalt, Vegetation oder Ressourcenmanagement) sowie die spezifischen Auswirkungen auf kleinerer räumlicher Skala (regionale bis lokale Dimension).

 

2. Konzept und Aufbau

Der Studiengang vermittelt zum einen fortgeschrittene Kenntnisse fachwissenschaftlicher und methodischer Art im Bereich der Klimaforschung und bietet zum anderen ein spezifisches Spektrum an Wahlpflichtmodulen aus dem Bereich der Umweltwissenschaften an, wobei drei der vier angebotenen Disziplinen nach individueller Schwerpunktsetzung auszuwählen und zu belegen sind. Das Spektrum umfasst Themenbereiche, die eng mit der Akzentuierung Klimaforschung verbunden sind und hervorgehobene Bedeutsamkeit im Kontext der Klimafolgenforschung besitzen. Als besonderes Merkmal ist die substanzielle Einbindung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in das Qualifizierungskonzept zu erwähnen, wodurch die Anbindung an spezifische Forschungsfronten und potenzielle Beschäftigungsperspektiven gezielte Verstärkung erfährt.

3. Beschäftigungsaussichten

Die unter Punkt 1 skizzierte Bedeutung von klima- und umweltwissenschaftlichen Aufgabenstellungen impliziert eine steigende Nachfrage nach Expertise auf diesem Gebiet; dies gilt nicht nur im Bereich der Grundlagenforschung und der angewandten Wissenschaft (z.B. Klimafolgenforschung, Entwicklung von Anpassungs- und Dämpfungsstrategien), sondern auch in vielfältig betroffenen Bereichen der Wirtschaft, bei Behörden, politischen Organisationen, Gesellschaften und Verbänden.

 


 

Master Klima Umwelt – Einbindung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen

Den Studierenden des Master Klima- und Umweltwissenschaften wird die Möglichkeit eingeräumt, an einer außeruniversitären Forschungseinrichtung Teile der im Studium vorgesehenen Kompetenzaneignungen zu absolvieren.
Die Studierenden, die diese Möglichkeit wahrnehmen, sollen in ein laufendes Forschungsprojekt eingebunden werden, in einer Arbeitsgruppe an der betreffenden außeruniversitären Forschungseinrichtung mitwirken und dabei Kompetenzen in der Konzeptionierung, Durchführung und Ergebnisdarlegung von wissenschaftlichen Projektstudien auf aktuellen Forschungsfeldern erwerben.
Diese außeruniversitäre Kompetenzaneignung kann in begrenztem Umfang (maximal 30 Leistungspunkte) an die Stelle der üblichen universitären Kompetenzaneignung in bestimmten Modulen treten. Geeignet dafür sind insbesondere die Module K3 (Großes Praktikum) und K4 (Oberseminar), ggf. auch Module oder Modulbestandteile in der Umweltmodulgruppe. Inhaltlich müssen sich betroffene Module und außeruniversitäre Forschungsbetätigung entsprechen. Diese alternative Möglichkeit der Kompetenzaneignung muss in jedem Einzelfall vom Prüfungsausschuss genehmigt sein, in enger Abstimmung zwischen Universität und aufnehmender Institution erfolgen und eine Überprüfung der Zielerreichung beinhalten. Dies geschieht i.d.R. durch einen Kolloquiumsvortrag mit wissenschaftlicher Aussprache sowie die Erstellung eines tagungsgeeigneten Posters, beides bezogen auf die Inhalte und Aktivitäten des außeruniversitären Forschungsaufenthalts. Dessen Umfang muss dabei dem Workload der äquivalenten universitären Kompetenzaneignung entsprechen. Insbesondere kann diese Zeit auch als Vorbereitung für die Masterarbeit genutzt werden.
Beispiele bereits eingebundener außeruniversitärer Forschungseinrichtungen sind:
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Oberpfaffenhofen
- Karlsruher Institut für Technologie, Campus Alpin, Garmisch-Partenkirchen
- Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg
- Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Potsdam
- Deutscher Wetterdienst, Observatorium Hohenpeißenberg
- Kommission für Erdmessung und Glaziologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München
- Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden- Württemberg, Karlsruhe.