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Die spätquartäre Vegetations- und Kulturlandschaftsgeschichte Schwabens


Projektstart: 01.01.2006
Projektträger: Universität Augsburg
Projektverantwortung vor Ort: Prof. Dr. Arne Friedmann Dipl. Geogr. Sabrina Böhm

Zusammenfassung

Die Rekonstruktion der spät- und postglazialen Vegetations- und Kulturlandschaftsgeschichte Bayerisch Schwabens stellt ein großes wissenschaftliches Desiderat dar. Bayerisch Schwaben und hierbei der für die Bearbeitung besonders vorgesehene Nordteil (Iller-Lech-Platten, Donau¬niederung) ist bisher ein weißer Fleck in der Vegetationsgeschichte. Es wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der paläoökologische, paläoklimatologische und kultur¬landschaftsgeschichtliche Aspekte berücksichtigt. Durch das Vorhandensein zahlreicher Moore ist eine Bearbeitung der Thematik mit der Methode der Pollen-, Sporen- und Makrorestanalyse ergänzt durch eine gute 14C-Datierung der Bohrkerne zielführend. Neben neuen Erkenntnissen zur Floren- und Vegetationsgeschichte (u.a. nacheiszeitliche Einwanderung der Baumarten, Zusammensetzung der Wälder vor menschlichen Eingriffen), werden paläo¬ökologische Ergebnisse zur spätquartären Moor- und Seenentwicklung erwartet und damit zahlreiche weitere Umweltparameter in langen kontinuierlichen Zeitreihen erfaßt. Für die Kulturlandschafts¬geschichte dieses schon früh prähistorisch besiedelten Raumes werden u.a. Daten zum Beginn des Ackerbaus, zur weiteren anthropogenen Landnutzung und zur Wald-Offenlandverteilung erwartet, die bisherige archäologische Erkenntnisse ergänzen.