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Migration und translokale Entwicklung im Karakorum und Himalaya


Projektstart: 01.03.2011
Projektende: 31.12.2016
Projektträger: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektverantwortung vor Ort: Prof. Dr. Kreutzmann Dr. Andreas Benz

Zusammenfassung

Mobilität und Migration haben zentrale Bedeutung für die Lebenssicherungssysteme der Menschen im Hochgebirgsraum des Karakorum und Himalayas erlangt. Mit dem Ziel, höhere Bildung zu erwerben oder einer professionellen Beschäftigung nachzugehen, haben in den vergangen Jahren immer mehr Menschen ihre Heimatdörfer und Talschaften verlassen, um sich temporär oder dauerhaft in urbanen Zentren des Tieflandes niederzulassen. Im Rahmen des BMBF-geförderten Kompetenznetzwerks „Crossroads Asia“ untersucht die Projekt-Komponente „Wege zum Wissen: Strukturen, Ströme und Prozesse in Netzwerken der Bildungsmigration“ die Mobilitäts- und Migrationsstrategien der Mitglieder der Hochgebirgsgemeinden in der Region Gojal in Gilgit-Baltistan, Pakistan, und im Kumaon Himalaya in Uttarakhand, Indien. Im Zentrum des Interesses stehen dabei die translokalen sozialen Netzwerke, die sich im Zuge der fortwährenden Mobilitäts- und Migrationsprozesse ausbilden sowie die Auswirkungen der sich intensivierenden multilokalen Verflechtungen , translokalen Unterstützungsleistungen und Rimessen-Transfers auf Prozesse der sozio-ökonomischen Entwicklung und Transformation in diesen zunehmend translokalisierten Gemeinschaften. In der seit 2015 gemeinsam mit Dr. Henryk Alff bearbeiteten Projektkomponente „Sozialräumliche Transformation von Handelsorten und Zielorten der Bildungsmigration: Die relationale Konstituierung des Lokalen“ wird zudem die Frage verfolgt, wie sich spezifische Orte (locales) im Schnittpunkt von Strömen, Interaktionen und Netzwerken von Menschen, Gütern und Ideen sozialräumlich konstituieren.

crossroad-asia