Integrierte
Umweltforschung an der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus
Mit Wirkung zum 1.
Januar 2009 ist die
Universität Augsburg Konsortialpartner der
Umweltforschungsstation
(UFS)
Schneefernerhaus geworden. Die UFS,
exponiert am Südhang der Zugspitze gelegen, begeht 2009 ihr
10-jähriges Bestehen und basiert seit 2007 auf einem
Konsortialvertrag mit dem Ziel, die UFS zu einem international
vernetzten Kompetenzzentrum für Höhen- und Klimaforschung
fortzuentwickeln. Dem Konsortium gehören neben dem Freistaat
Bayern so namhafte Institutionen wie das Deutsche Zentrum für
Luft- und Raumfahrt (DLR), das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK),
das
Helmholtz-Zentrum München (ehemals GSF), das Umweltbundesamt
(UBA), der Deutsche Wetterdienst (DWD) sowie die beiden Münchner
Elite-Universitäten LMU und TU an, in naher Zukunft wird auch
die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) dem Konsortium beitreten.
Die
wissenschaftlichen Aktivitäten
der UFS bewegen sich auf den Feldern Regionales Klima und
Atmosphäre,
Satellitenbeobachtung und Früherkennung, Globale
Atmosphären-Beobachtung, Umwelt- und Höhenmedizin,
Kosmische Strahlung und Radioaktivität sowie Bio- und
Geosphäre.
Die Universität Augsburg ist dem Konsortium mit dem Leitthema
„Integrierte
Umweltforschung im Zugspitzgebiet –
Auswirkungen
des
Globalen Wandels in einem sensitiven Hochgebirgsraum“
beigetreten,
dabei
werden Arbeitsfelder
eingebracht, die vor allem am Institut für Geographie und am
Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) etabliert sind und
fortentwickelt
werden: Klimaforschung und Geoökodynamik, Ressourcenstrategie
und Aerosolforschung. Im Einzelnen werden sich die Vorhaben der
integrierten Umweltforschung im Kontext Schneefernerhaus zunächst
auf folgende Fragestellungen konzentrieren:
- Erfassung und Modellierung des
Klimawandels im Zugspitzgebiet, Vergleichsmessungen von
Klimaparametern und Langzeitanalyse der Klimavariabilität im
nordalpinen Bereich;
- tracerhydrologische
Untersuchungen
auf dem Zugspitzplatt und Analyse des hochalpinen
Wasserhaushalts vor
dem Hintergrund der sich ändernden klimatischen Verhältnisse;
- Monitoring der sich ändernden
Wald- und Baumgrenze sowie pflanzensoziologische Aufnahmen und
Studien zur Sukzession auf ehemaligen Gletscherflächen;
- differenzierte Erfassung der
Steinschlaggefährdung durch Untersuchungen zu Feuchteverteilung
und Feuchtebewegungen im Gestein im Zusammenhang mit der
Entstehung
von Sprengdruck beim Gefrieren;
- Ausweitung der in Augsburg
betriebenen Aerosolforschung auf den hochalpinen Bereich;
- Erfassung und gezielte
Förderung
des Umweltwissens bei Besuchern des Zugspitzgebietes.
Kurzbeschreibungen
zu einzelnen
Vorhaben:
Wissenschaftliche Resultate
2009/2010:
Umweltforschungsstation (UFS)
Schneefernerhaus
Workshop zur Hydroklimatologie von
Gebirgsräumen, 1. und 2. März 2012 UFS Schneefernerhaus
Wissenschaftliche Resultate 2011/2012